|
|
Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815 Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802 von Thomas Siebe Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010 Bei AMAZON bestellen Mehr Infos Beispiel-Seiten Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 |
|
Social History of the Navy 1793-1815 Prädikat: Besonders wertvoll von Michael Lewis Sprache: Englisch Gebundene Ausgabe - 468 Seiten - Chatham Publishing - Erscheinungsdatum: Juli 2004 |

* 1771 in Vittoria (Spanien) † Mai 1843 in Bareges (Frankreich)
Der spanische Kapitän (Oberst) Miguel-Ricardo de Alava hat in seiner militärischen Karriere weder Seeschlachten gewonnen noch berühmte Gefechte geführt. Er ist aber der einzige bekannte Offizier, der an den beiden berühmtesten Schlachten der napoleonischen Ära teilgenommen hat. Alava war sowohl bei Trafalgar (21.10.1805) als auch bei Waterloo (18.06.1815) dabei.
Alava wurde 1771 in Vittoria geboren. Schon als Junge trat er in die königliche Marine ein und brachte es zunächst bis zum Fregattenkapitän. An diesem Punkt seiner Karriere wechselte Alava jedoch von der Marine zur Armada (Marineinfanterie) und begann eine neue Karriere.
1805 war er als Oberst der Marineinfanterie auf der SANTA ANA (112) stationiert, dem Schiff seines Onkels Vizeadmiral Ignacio Maria de Alava.
Bei der Schlacht von Trafalgar am 21. Oktober 1805 wurde die SANTA ANA von den Briten erobert und die Alavas gerieten in Gefangenschaft. Doch einem Geschwader unter Cosmao-Kerjulien gelang es am 23. Oktober 1805, neben der französischen ALGECIRAS (74) auch die SANTA ANA zurück zu erobern.
1808 erhoben sich die Spanier gegen das Regime der Bonapartes. Miguel-Ricardo de Alava folgte dem Aufstand spanischer Offiziere gegen Napoleon zunächst nicht. Er erkannte Bonapartes Bruder Joseph als König von Spanien an. Erst nach der Schlacht von Albuera 1811 wandte er sich auf Seiten der Engländer gegen die Bonapartes, wurde dann sogar einer von Wellingtons Adjutanten und wurde nach der Erstürmung Vittorias von Letzterem sogar zum General gemacht.
In Spanien hatte man indessen nicht vergessen, das Alava sich erst spät für die nationale Erhebung Spaniens entschieden hatte : König Ferdinand IV ließ ihn verhaften und nur die Intervention Herzogs Wellington und reichlich Bestechungsgelder brachten Alava wieder auf freien Fuß.
Immerhin schien sich der spanische König nun mit dem Liberalen zu arrangieren. Er schickte Alava als Botschafter nach Holland, doch mit Napoleons Flucht von Elba im Jahre 1815 reihte sich der spanische Marinegeneral wieder als Adjutant Wellingtons in die Reihen der Gegner des französischen Kaisers ein.
Am 18. Juni 1815 war Alava dann als einziger Offizier, der schon bei der berühmten Seeschlacht von Trafalgar dabei gewesen war, auch bei der Schlacht von Waterloo anwesend, die dem französischen Kaiser die letzte und entscheidende Niederlage zufügte.
Alava blieb bis 1819 Gesandter in den Niederlanden.
1820 schloß er sich der Revolution in Spanien an. Deren Anhänger drängten auf die Wiedereinsetzung der Verfassung von 1812. Nach zähen Kämpfen mußte Alava 1823 schließlich vor dem Zorn König Ferdinands nach England fliehen.
In den nächsten Jahren lebte Alava entweder auf der Insel oder in Holland, bis er 1834 unter Königin Christina schließlich nach Spanien zurückkehren durfte. Er wurde zum Baron gemacht und wurde für eine kurze Zeit Botschafter in London.
Miguel-Ricardo de Alava starb 1843 in
Bareges (Frankreich).
|
|
![]() |
|
![]() |
|
Copyright © 2007 by T. Coladores & Pellewserbe