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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815 Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802 von Thomas Siebe Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010 Bei AMAZON bestellen Mehr Infos Beispiel-Seiten Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 |
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Sieg und Frieden. |
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Die Mörserflotille
In diesem Band taucht Edward Riou in seinen letzten Lebensstunden auf. |

* 20. November 1762 in Mount Ephraim, Grafschaft Kent † 2. April 1801 an Bord der AMAZON vor Kopenhagen
Edward Riou wurde am 20. November 1762 in Mount Ephraim geboren. Schon als Knabe sammelte er die ersten Erfahrungen auf See, während er als Schiffsjunge des Kapitäns 1773 auf der BARFLEUR (90 - Thomas Vernon), dem Flaggschiff von Vizeadmiral Sir Thomas Pye, fuhr. Auf der ROMNEY (50 - George Montagu), dem Flaggschiff von Admiral John Montagu, diente er danach in amerikanischen Gewässern, bevor er als Fähnrich auf der DISCOVERY, später auf der RESOLUTION den Entdecker James Cook auf seiner dritten Pazifikreise von 1776 bis 1780 begleitete.
Am 28. Oktober 1780 wurde Riou nach erfolgreicher Prüfung zum Leutnant befördert.
Sein erstes Kommando war die brigg-sloop SCOURGE (8), doch im Februar 1782 mußte der Leutnant wegen Krankheit aus dem Kommando scheiden.
Riou trat dann von April 1783 bis Juni 1784 eine Kommandierung als Leutnant auf der als Wachschiff in Portsmouth dienenden GANGES (74) an.
Danach verbrachte Riou zwei Jahre auf Halbsold, bis er im März 1786 eine Stelle auf der SALISBURY, dem Flaggschiff von Konteradmiral John Elliot, fand.
Im November 1788 war Riou dann wieder auf Stellensuche und ergatterte im April 1789 das Kommando über den 44-Kanonen-Zweidecker GUARDIAN, der en flute (ohne Kanonen) als Versorgungsschiff für New South Wales (Australien) diente. Rious Auftrag war es, neben den Versorgungsgütern, u.a. Vieh für Port Jackson (Sidney), auch nach Australien verbannte Häftlinge zu transportieren.
Am 24. Dezember 1789 traf die GUARDIAN rund 500 km nordöstlich der Prinz-Eduard-Insel auf einen Eisberg. Riou benötigte Wasser für das Vieh an Bord und steuerte den Eisberg an, lief jedoch im Nebel auf und kam erst mit großen Lecks im Rumpf und am Ruder wieder frei. Der Zweidecker nahm immer mehr Wasser auf und drohte zu sinken, so das Riou der Crew und den Passagieren freistellte, ihr Heil in einem der Beiboote zu suchen. Er selbst, einige Passagiere, der größte Teil der Crew und die Sträflinge blieben an Bord des bereits bis über das Orlopdeck versunkenen Schiffes. Tatsächlich gelang es dem Leutnant, nach mehreren Wochen gegen die Gefahren einer Meuterei, gegen Stürme und die Handicaps des Schiffes die halb versunkene GUARDIAN bis in die Table Bay (Kap der Guten Hoffnung) zu bringen. Am 21. Februar 1790 erreichte die GUARDIAN ihren letzten Hafen.
Die Höllenfahrt der GUARDIAN schildert Lord Thomas alias Thomas Siebe in der Erzählung
Der getauschte Tod, die gerade erschienen ist.
Nach Motiven dieses Abenteuers hat auch Patrick O'Brian 1978 seinen Roman Desolation Island, Deutsch: Sturm in der Antarktis, geschrieben.
Riou wurde in England als Held gefeiert und bei seiner Ankunft am 21. September 1790 zum Commander befördert. Der Beförderte setzte sich erfolgreich für die Begnadigung der rund zwei Dutzend Sträflinge ein, deren Hilfe bei der Fahrt der sinkenden GUARDIAN von großem Wert war.
Am 4. Juni 1791 wurde Riou schließlich sogar in den Rang eines Kapitäns zur See befördert.
Mit Beginn des Krieges gegen Frankreich im März 1793 erhielt Riou das Kommando über die kleine Fregatte ROSE (28), mit der er im Geschwader von Sir John Jervis segelte. 1794 nahm die ROSE an den britischen Operationen gegen Martinique und Guadeloupe teil.
Noch im gleichen Jahr wechselte Riou auf die BEAULIEU (40), mußte 1795 jedoch wiederum aus Gesundheitsgründen das Kommando aufgeben und nach England zurückkehren.
Für einen längeren Zeitraum kommandierte der kränkelnde Riou die königliche Yacht PRINCESS AUGUSTA, doch im Juli 1799 wurde die neue Fregatte AMAZON (38) in Dienst gestellt und Riou das Kommando angeboten, welches er annahm.
1801 gehörte die AMAZON zur Flotte von Vizeadmiral Sir Hyde Parker, die in die Ostsee aufgebrochen war, um Dänemark im Krieg gegen Frankreich entweder auf die englische Seite zu zwingen oder die dänische Flotte entscheidend zu schwächen. Lord Nelson, Zweitkommandierender unter Parker, plante den nautisch höchst anspruchsvollen Angriff auf die Reede von Kopenhagen. Kapitän Riou erkundete für Nelson eine Fahrrinne für die englische Flotte und führte am 1. April 1801 Nelsons Schiffe in die Ausgangsposition für den Angriff. Während der Schlacht des 1. April 1801 führte Riou das Fregattengeschwader, dessen Aufgabe ursprünglich in Schlepper- und Kommunikationsdiensten bestehen sollte. Doch der Ausfall mehrerer aufgelaufener englischer Linienschiffe bestimmte Rious Fregatten zu Lückenbüßern in der englischen Linie. Dabei mußte die AMAZON ausgerechnet das Artilleriefeuer der mächtigen Trekroner-Forts auf sich ziehen und erlitt schwere Treffer. Riou wurde durch einen Splitter schwer am Kopf verletzt, verließ seinen Kommandoposten aber nicht, sondern ließ sich auf eine Lafette setzen. Dem Oberbefehlshaber Sir Hyde Parker erschien indessen die Lage von Nelsons Angriffslinie insgesamt kritisch und er befahl Nelson den Rückzug. Der englische Seeheld ignorierte den Befehl und auch Riou mochte sich nicht zurückziehen: "Was wird Nelson von uns denken ?" waren seine überlieferten Worte. Ein Kettengeschoss der dänischen Trekroner-Batterie riß Kapitän Edward Riou bald darauf in Stücke.
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Survivors: Great Open Boat Voyages
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SEESCHLACHT.TK - Das Buch
Napoleons gefallene Göttinnen |
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Nelson's Navy: The Ships, Men, and Organisation, 1793-1815 von Patrick O'Brian (Vorwort), Brian Lavery Sprache: Englisch Taschenbuch - 352 Seiten - Naval Institute Press Erscheinungsdatum: 1. September 2003 |
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