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Horatio Hornblower, 11 Bände
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Chronologie der europäischen Seekriege 1793 - 1815 Band 1 : Von 1793 bis zum Frieden von Amiens 1802 von Thomas Siebe Sprache: Deutsch Broschiert - 224 Seiten - BoD ISBN 978-3-8423-2883-9 Erschienen: September 2010 Bei AMAZON bestellen Mehr Infos Beispiel-Seiten Beispiel 1 - Beispiel 2 - Beispiel 3 |

* 20. April 1756 in Bucklebury, England † 2. November 1839 in Freshford
Henry Trollope wurde am 20. April 1756 in Bucklebury, Grafschaft Berkshire, geboren.
Im April 1771, im Alter von 15, trat Trollope in die Royal Navy ein.
Als Fähnrich diente er an Bord der Linienschiffe CAPTAIN und ASIA vor der nordamerikanischen Küste.
Trollope war ein echter (englischer) Veteran des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1776 - 1783) :
Er kämpfte in den Landschlachten von Lexington am 19. April 1775 und bei Bunker Hill am 17. Juni 1775 und nahm an der Belagerung von Boston 1775 / 1776 teil.
1777 wurde Trollope zu Leutnant befördert und diente an Bord der BRISTOL (50).
An Bord dieses 50-Kanonen-Schiffes wurde er Zeuge der Angriffe auf Fort Montgomery und Fort Clinton. Später kreuzte die BRISTOL als Blockadeschiff vor Philadelphia sowie Mud Island.
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1781 wurde Trollope zum Kapitän befördert und erhielt das Kommando über den Zweidecker RAINBOW (44). Das zuvor bereits ausgemusterte Schiff stellte ein artilleristisches Experiment der Royal Navy dar, denn das Schiff war ausschließlich mit den gerade entwickelten Nahkampf-Kanonen, den sogenannten Karronaden, bestückt worden. Die RAINBOW trug auf dem unteren Artilleriedeck 68-Pfünder, auf dem Hauptdeck 42-Pfünder und auf dem Achterdeck 38-Pfünder und entwickelte deswegen auf kurze Distanz eine größere Feuerkraft als ein ausgewachsenes Linienschiff.
Deswegen verwundert es nicht, das die französische Fregatte HEBE (40), die Trollopes Schiff am 4. September 1782 vor der Ile de Bas (französische Atlantikküste) begegnete, bereits nach der ersten Breitseite des vermeintlichen Monsterschiffes kapitulierte 1.
Trollope führte die RAINBOW bis zum Frieden 1783 und lebte in den nächsten Jahren auf Halbsold an Land.
Mit der Wiederbewaffung infolge der Krise mit Spanien erhielt er dann 1790 das Kommando über die Fregatte PRUDENTE (38).
1795 wurde Trollope Kommandant des Zweideckers und ehemaligen Ostindienfahrers GLATTON (56), den die Royal Navy 1794 von der Eastindia Company erworben hatte. Der Karronaden-Enthusiast Trollope bewaffnete das Schiff erneut ausschließlich mit seinen Lieblingswaffen. Achtundzwanzig 64-Pfünder im unteren Deck und ebenso viele 42-Pfünder auf dem Hauptdeck konnten nun eine Breitseite abfeuern, die an Feuerkraft sogar die berühmte VICTORY (100) übertraf 2.
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Am 15. Juli 1796 traf Trollope mit seinem Karronaden-Schiff vor Flushing (Holland) auf ein französisches Fregattengeschwader von sechs Schiffen, darunter ein Raizee von 50 Kanonen, eine 40-Kanonen-Fregatte und zwei 36-Kanonen-Schiffe. Nach einem kurzen Gefecht, in dem die Franzosen Bekanntschaft mit der schwersten jemals auf eine Fregatte abgefeuerten Breitseite machten, setzte sich das Geschwader nach Flushing ab und ließ die GLATTON als trophäenlosen Sieger auf dem Schlachtfeld zurück. Damit begann die berühmte Seeschlacht vor Camperdown, die mit einer vernichtenden Niederlage der holländischen Flotte endete. In der Schlacht kämpfte Trollopes Schiff an der vordersten Linie, lieferte sich Gefechte mit der ALKMAAR (50 - Krafft) und der DELFT (54 - Verdooren) und zwang u.a. die WASSENAER (64 - Holland) zur Kapitulation.
Fussnoten2 = Da die großen, aber kurzen Geschütze mit ihren Mündungen kaum durch die Geschützpforten passten, bestrichen sie nur einen kleinen Schusswinkel. Und da sie fixiert waren, verfügte die GLATTON über keinerlei Jagdgeschütze, konnte also weder auf Schiffe voraus geschweige denn nach achtern schießen. Man konnte also nur auf Schiffe feuern, die sich praktisch direkt neben der GLATTON befanden.
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